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Auch die neue Ausgabe „nervt“Das Jahrbuch Interne Kommunikation spart auch in der 2009-er Fassung nicht mit Spiegelschau.Eine ganze Branche wartet schon auf die Auslieferung der 2009-er Ausgabe: Das Jahrbuch Interne Kommunikation gilt mittlerweile als Pflichtlektüre. Auch im sechsten Jahrgang, der ab Mitte März ausgeliefert wird, trifft das 148-seitige Druckwerk mit zahlreichen Themen den Nerv der innerbetrieblichen Kommunikationsaktivität. Selbstverständnis definiert So machen sich die Jahrbuch-Herausgeber, Michael Kalthoff-Mahnke und Hermann-Josef Berg, fundierte Gedanken über das Selbstverständnis der Internen Kommunikation (IK) in Deutschland. In einer Präambel heißt es: „Interne Kommunikation ist ein ökonomischer und sozialer Schlüsselfaktor für ein lebendiges und erfolgsorientiertes Unternehmen. Sie stellt ein Management-Instrument für eine Unternehmensführung dar, die den ganzen Menschen in den Mittelpunkt rückt. Eine offene, glaubwürdige und authentische Interne Kommunikation ist deshalb ein zentraler Bestandteil einer dialogischen Unternehmenskultur.“ Dieser Kernsatz wird von den beiden erfahrenen IK-Experten dann auf die strategischen/unternehmerischen, medialen/kommunikativen und interdisziplinären Aspekte herunter gebrochen. Gleichwohl wissen Berg und Kalthoff-Mahnke, dass der Unternehmensalltag diesem Credo selten gerecht wird. Finanzkrise: Interne Kommunikation als Helfer verkannt Daniel L. Amühl, Präsident des europäischen IK-Dachverbandes FEIEA, unterstreicht in einem Grußwort diesen Eindruck: Der Schweizer wörtlich: „Wie die gegenwärtige Finanzkrise zeigt, hätten viele Auswüchse rechtzeitig mit Interner Kommunikation erkannt und teilweise auch vermieden werden können. Kein Unternehmen wird überleben und keine Verwaltung kann ihr Dasein rechtfertigen, wenn sie keine Feedback- und somit keine Lernkultur pflegt.“ Laut einer FEIEA-Studie („Delphi 3“) sind nur 17 Prozent der befragten internen Kommuni-katoren davon überzeugt, dass ihre Profession gut in die Geschäftsstrategie ihres Unternehmens eingebaut ist. Neue Wege und noch mehr Professionalität notwendig? In diesem Zusammenhang wirft Dr. Ulrike Buchholz die Frage auf, ob die zukünftige Mitarbeiterkommunikation vielleicht andere Vorgehensweisen, neue Strategien oder sogar noch mehr Professionalität benötigt. Für die Professorin im Lehrbereich Unternehmenskommunikation an der Fachhochschule Hannover steht fest: „Diejenigen Kommunikationsverantwortlichen, die verstanden haben, dass es inzwischen darum geht, das ursprüngliche Engagement der Mitarbeiter erneut und womöglich stärker zu mobilisieren, haben auch erkannt, dass sie ihre bisherigen Medien und Kommunikationsmittel daraufhin ausrichten.“ Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Werkzeitschriften (AWR) in den 1950er Jahren begann inhaltlich und verbandspolitisch der Aufschwung der Internen Kommunikation. Sie war zunächst sehr stark auf das Thema Mitarbeiterzeitschrift/-zeitung fokussiert. Am Ende des ersten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert werden mit dieser Kommunikationsdisziplin zahlreiche Maßnahmen verbunden, so dass gerne von einer „Orchestrierung der Medien“ gesprochen wird. Dabei haben die elektronischen Medien den Printmedien in der internen Nachrichtenpyramide längst den Spitzenrang abgelaufen. Unverändert das Top-Thema in den Unternehmen und deren Kommunikationsabteilungen sind jedoch die Herausforderungen der Globalisierung und der damit einhergehenden Veränderungsprozesse. Kardinal Lehmann: Direktkommunikation unerlässlich Auch wenn die Interne Kommunikation in weiten Teilen noch immer um eine höhere Wertschätzung im Alltag kämpft, Hilfe kommt sozusagen „von oben“. Karl Kardinal Lehmann, 2008 von der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) zum „Kommunikator des Jahres“ gewählt, plädiert angesichts der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise auch für eine „gediegene Wirtschaftsethik“. Insbesondere in der Mitarbeiterkommunikation, die auch nachhaltige betriebswirtschaftliche Auswirkungen habe, sieht der Bischof von Mainz eine „wesentliche Voraussetzung für eine gute Atmosphäre in einem Unternehmen“. In seinem Jahrbuch-Beitrag macht „die Stimme des deutschen Katholizismus“ unmissverständlich deutlich, dass er vor allem die Direktkommunikation für unerlässlich hält. Lehmann wörtlich: „Ohne eine direkte, personale Note kann es auf die Dauer keine menschenwürdige Kommunikation geben!“ Ulrich Nies: Interne Kommunikation ist „Visitenkarte“ der Unternehmenskultur Ulrich Nies, Präsident der DPRG und selbst jahrelang für die Interne Kommunikation der BASF zuständig, blickt zuversichtlich in die Zukunft. Sein „Blick zurück nach vorn“ endet mit der Erkenntnis: „Interne Kommunikation ist immer auch ein Stück Ausweis der Unternehmens- und Organisationskultur. Vor diesem Hintergrund werden ihr Gewicht und ihr Stellenwert weiter wachsen.“ Neben diesen „nervigen“ Brancheninformationen macht nicht zuletzt der detaillierte Überblick über die Preisträger und Teilnehmer am inkom. Grand Prix des Jahres 2008 dieses Buch so wertvoll. Hier werden die Besten dieses renommiertesten Wettbewerbes für Mitarbeiterzeitschriften und -zeitungen in Deutschland gespiegelt. Bibliographie „Jahrbuch Interne Kommunikation 2009“, herausgegeben von Michael Kalthoff-Mahnke und Hermann-Josef Berg. 148 Seiten, mit zahlreichen Illustrationen, 35 Euro in Deutschland (inklusive Versand und Mehrwertsteuer), 32 Euro in Österreich und der Schweiz (zuzüglich Versandkosten). ISBN 978-3-00-027000-0. Bestellung www.edition-inkom.de |







Auch die neue Ausgabe „nervt“

