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 Unter uns, Frau Viebig? Image

(news:intern/10.8.2009) Immer die gleichen Fragen, aber unterschiedliche Antworten, sprich: Perspektiven ­ das Prinzip der Rubrik "Unter uns gesagt". Dieses Mal stellte sich Henriette Viebig zum Interview. Sie leitet beim Energiekonzern RWE das Team "Interne und Online Kommunikation".

news:intern: Worin sehen Sie momentan die größte Herausforderung für die Interne Kommunikation bei RWE?

Viebig: Die Herausforderungen sind so komplex wie das Geschäft der Energieversorgung, vor allem, wenn es darum geht, einen guten Standard der konzernweiten Information zu den Themen zu halten, die für alle Mitarbeiter in allen Geschäftsfeldern relevant sind. Hier sind wir gern kreativ ­ im Rahmen unserer Konzernkommunikationsstrategie. Aktuell begleiten wir die Reorganisation des Konzerns auf allen internen "Kanälen". Unser Anspruch: integrierte Kommunikation mit einheitlichen Botschaften, aber Raum für geschäftsfeld- oder regionalspezifische Anpassungen.

news:intern: Mit welchen unternehmensinternen Veränderungen oder Auswirkungen für die Interne Kommunikation rechnen Sie noch in diesem Jahr?

Viebig: Neben der aktuellen Reorganisation beschäftigen uns die Vorbereitungen für die Kommunikation rund um die geplante Übernahme des niederländischen Energieversorgers Essent NV. Eine spannende Aufgabe, denn hier kommen auch interkulturelle und integrative Themen und Aufgaben ins Spiel. Darüber hinaus beschäftigen uns Klimaschutz und Energieeffizienz als Dauerthemen. Hier haben wir intern gerade viel rund um den Launch unserer RWE-Autostrom-Kampagne mit “Super-Ingo³ ­ http://www.rwe-autostrom.de ­ getan.

news:intern: Wo sehen Sie generell das gegenwärtig größte Problem der Internen Kommunikation?

Viebig: Es war und bleibt ein Dauerthema. Interne Kommunikation fällt vielen Fachverantwortlichen nicht als Erstes ein. Sie wird dann aber in letzter Minute zum Mitmachen aufgefordert, weil immer wieder klar wird, wie wichtig die eigenen Mitarbeiter als Multiplikatoren und Botschafter für die Themen des Unternehmens sind. Wir haben hier im Konzern durch gutes Beziehungsmanagement und ordentliche Beratung schon viel erreicht. Aber wir haben hohe Ansprüche an uns selbst und arbeiten an weiteren Verbesserungen. Zweite Baustelle sind die Kommunikationshypes und -buzzwords. Am Beispiel Web2.0-Tools sehen wir häufig, dass alle mitmachen wollen, aber die Implikationen bei Personalbedarf oder Risiken nicht immer klar sind.
Interview: Hermann-Josef Berg

 

 

Unter uns, Frau Lapp? Image

(news:intern/25.3.2009) Immer die gleichen Fragen, aber unterschiedliche Antworten, sprich: Perspektiven - das Prinzip der Rubrik "Unter uns gesagt". Jetzt stellte sich Susanne Lapp zum Interview. Sie ist die Leiterin Interne Kommunikation und Medienproduktion des größten deutschen Flughafen-Betreibers Fraport AG (Frankfurt am Main).

news:intern: Worin sehen Sie momentan die größte Herausforderung für die Interne Kommunikation bei Fraport?

Susanne Lapp: Ende August wird der langjährige Vorsitzende, Prof. Dr. Wilhelm Bender, aus dem Amt ausscheiden. Sein designierter Nachfolger, Dr. Stefan Schulte, wird zum 1. September 2009 die neue Aufgabe übernehmen. Für die Interne Kommuniaktion wird es darauf ankommen, diesen Wechsel umfassend zu begleiten.

news:intern: Mit welchen unternehmensinternen Veränderungen oder Auswirkungen für die Interne Kommunikation rechnen Sie noch in diesem Jahr?

Susanne Lapp: Das Jahr 2009 wird auch für den Luftverkehr im Zeichen der allgemeinen Wirtschaftskrise stehen. Entsprechende Gegenmaßnahmen werden auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Umständen zu spürbaren Veränderungen führen. Hierfür die notwendige Akzeptanz zu schaffen, wird sicherlich auch eine Aufgabe der Internen Kommunikation sein.

Darüber hinaus wird im Moment intensiv diskutiert, wie die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit eines Segments unseres Unternehmens, der Bodenverkehrsdienste, hergestellt werden kann. Neben Lösungen in den bestehenden Organisationsstrukuren ist die Ausgründung eine weitere mögliche Option. Dies wäre eine Veränderung, die auch erhebliche Auswirkungen auf die Interne Kommunikation haben würde.

news:intern: Wo sehen Sie generell das gegenwärtig größte Problem der Internen Kommunikation?

Susanne Lapp: Die Anforderungen an die Intene Kommunikation steigen kontinuierlich. Die Kommunikationsschaffenden in der Internen Kommunikation so weiter zu qualifizieren, dass sie diesen Herausforderungen gewachsen sind, ist eine der derzeit schwierigsten Aufgaben in der Internen Kommunikation.
Interview: Hermann-Josef Berg

 

 

ImageUnter uns, Herr Staudacher!

(news:intern/6.3.2009) Reinhard Staudacher ist Chefredakteur der Mitarbeiterzeitung BASF information und Mitarbeiter in der BASF-Unternehmenskommunikation Europa.

news:intern: Worin sehen Sie momentan die größte Herausforderung für die Interne Kommunikation bei der BASF?

Staudacher: Die Mitarbeiter in Zeiten einer Wirtschaftskrise nicht gekannten Ausmaßes offen und realistisch über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu informieren und dabei auf dem schmalen Grat zwischen Schönreden und Zweckoptimismus einerseits und Schwarzmalerei und Panikmache andererseits nicht aus der Balance zu geraten. Eine besondere Herausforderung ist dabei die Frage: Wie können wir auf die Sorgen, Nöte und berechtigten Fragen der Mitarbeiter richtig eingehen in Zeiten, wo alle Vorhersagen mit großen Unsicherheiten behaftet sind und das Unternehmen "auf Sicht" fährt? Und wie können wir den Mitarbeitern verständlich machen, wie das "Schiff" BASF durch diese schwere See segeln wird?


news:intern: Mit welchen unternehmensinternen Veränderungen oder Auswirkungen für die Interne Kommunikation rechnen Sie noch in diesem Jahr?

Staudacher: Die BASF hat angekündigt, die laufenden Programme zur Effizienzsteigerung und Restrukturierung in diesem Jahr beschleunigt umzusetzen und in der gesamten BASF-Gruppe unter anderem weniger profitable Anlagen und auch Standorte zu schließen. Das bedeutet natürlich Hochkonjunktur für die interne Kommunikation. Ein wichtiges Projekt, das uns in der Internen Kommunikation bei der BASF beschäftigen wird, ist die geplante Akquisition des Unternehmens Ciba durch die BASF sowie die folgende Restrukturierung und Integration des erworbenen Geschäfts.


news:intern: Wo sehen Sie generell das gegenwärtig größte Problem der Internen Kommunikation?

Staudacher: Die internen Medien sind heute für Mitarbeiter längst nicht mehr die einzige Informationsquelle über ihr Unternehmen. Die Interne Kommunikation steht in Konkurrenz mit einer Vielzahl externer Medien, die um die Gunst der Nutzer streiten ­ von klassischen Printmedien über Online-Portale bis zu Blogs, Podcasts & Co. Der Trend bei diesen externen Medien geht zu bunter, kürzer, kreativer, unterhaltsamer ­ Infotainment ist angesagt. Gleichzeitig nehmen die Botschaften, die Unternehmen über die internen Medien an die Mitarbeiter transportieren möchten, zu ­ und werden zudem immer komplexer.

Vor diesem Hintergrund sind für mich generell die drei wichtigsten Fragen für die Interne Kommunikation: Wie können wir dafür sorgen, dass die Mitarbeiter weiterhin gerne die internen Medien nutzen (Attraktivität)? Wie können wir dafür sorgen, dass die Mitarbeiter die Botschaften auch verstehen, die wir senden (Verständlichkeit)? Wie können wir dafür sorgen, dass die Mitarbeiter uns die Botschaften auch glauben (Glaubwürdigkeit)? Das ist für mich, wenn man so will, das "magische Dreieck" der Internen Kommunikation. Nur wenn wir Antworten auf alle drei Fragen finden, kann die Interne Kommunikation ihren Auftrag erfüllen.
Interview: Hermann-Josef Berg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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