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Kein „Clartext“ mehr bei Clariant |
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Es war lange Zeit das Aushängeschild der Szene: Clartext, das Mitarbeitermagazin von Clariant. Ende Februar erscheint das Medium zum letzten Mal.
(news:intern, 23.02.2009) Tolle Stories, Super-Fotos, ein publizistisches und grafisches Konzept, das seinesgleichen sucht. Clartext wurde in den vergangenen Jahren mit Lob und Anerkennung überhäuft und als beste Mitarbeiterzeitschrift in Deutschland und Europa vielfach dekoriert.
Das Aus kommt für Beobachter der Internen Kommunikation plötzlich. Hatte doch Clariant-Deutschlandchef Henri Schlömer vor einem Jahr im Jahrbuch Interne Kommunikation 2008 zu Protokoll gegeben: „Über das Intranet erreicht man große Zielgruppen sehr schnell über große Distanzen. Doch elektronische Medien sind für Mitarbeiter in den Produktionsbetrieben nur bedingt verfügbar. Das ist der Grund, warum gedruckten Medien, wie Mitarbeiterzeitschrift oder Newsletter, bei Clariant eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielen."
Der Wind hat sich offenbar gedreht. Die Interne Kommunikation werde künftig verstärkt auf digitale Medien wie das Intranet setzen, ist aus Muttenz, der Konzernzentrale von Clariant, zu hören. Print sei zu schwerfällig, zu langsam und zu kostenintensiv. In der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation, die auch Clariant nicht ungeschoren lässt, haben vor allem die Produktionskosten möglicherweise den Ausschlag für das Einstellen des Erfolgsmodells gegeben. Auf der Strecke bleibt die nachhaltige Informationsvermittlung, bei der Print allemal Vorteile gegenüber den elektronischen Medien hat. Ein Medium einzustellen, geht schnell. Sollte sich aber herausstellen, dass die Information per Print doch gar nicht so nachteilig war, wie geglaubt, dauert es sehr lange, um eine bei den Mitarbeitern anerkannte Zeitschrift wieder zu installieren. Never change a winning MAZ. (KaM) |